Ein paar Mixe von mir & ein paar gesammelte Augenblicke. Alles ein bisschen ich.
01 — 05
IN DER PLATTENKISTE / 04 mixe
Such einen aus.
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Made with love. Am besten mit Kopfhörern und ein bisschen Zeit.
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02 / DURCH DIE LINSE BETRACHTET
Life, lately.
Unregelmäßige Beobachtungen aus dem Leben.
02 — 05
SR — DIGITAL MEMORIES● LIVE / LIFE
SET
MEMORY ACCESS
OBSERVED REALITY take nothing but photographs.
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03 / AUSGEWÄHLTE WERKE
Observed reality.
Ein paar meiner besten Fotografien, zu schade um nur auf der Festplatte zu liegen wo sie niemand sieht.
03 — 05
STUDIO TABLE9 Aufnahmen · zum Vergrößern anklicken
04 / Gedanken & Verirrungen
Notes to self_
Gedanken, Fundstücke und alles, was ich irgendwie festhalten mag.
04 — 05
Noch ist er da. Dein Geruch. In deiner Lieblingsdecke, die so leer, so allein auf der Couch liegt. Sie sieht aus, als warte sie auf dich. Du hast diese Decke geliebt, sie war anscheinend für dich ein Gefühl von Sicherheit, von Zuhause. Du hast dich gerne in sie eingekringelt, konntest hier ganz entspannen. Und sie riecht noch nach dir. Und auch wenn dein Geruch in den letzten Monaten nicht mehr so gut war, wie davor, du warst immer eine Gutriechkatze. Du fandest das bestimmt immer komisch, wenn wir an dir gerochen haben, vielleicht aber auch nicht. Wenn ich gleich durch die Tür gehe und zur Arbeit fahre ist dein Geruch für immer weg. Denn so hart es ist, so gerne ich deinen Geruch für immer aufheben würde, ich muss loslassen. Heute wird deine Decke gewaschen, du würdest es nicht mögen. Du mochtest es nie, dein Geruch war ja weg.
Ich werde es auch nicht mögen.
In mein Leben gekommen bist du genauso unverhofft, wie alles was in dem Jahr passiert ist.
Bis dahin hätte ich mich nicht als Katzenmensch bezeichnet, nicht weil ich Katzen doof fand, nein, ich hatte bis dahin einfach keine Erfahrung mit Katzen. Mit meiner neuen Partnerin kamst dann du, June, und deine Weggefährtin Mira in mein Leben, direkt 3 Wesen zum lieben.
Als ich euch kennengelernt habe, waren die Rollen klar verteilt. Mira die Dominante, selbstbewusst, einfordernd. Du, die stille, ruhige, zurückhaltende, die sensible, mit dem Gespür für Menschen.
Gudi sagt immer, dass du ihre Seelenkatze bist und ich verstehe wieso. Du warst misstrauisch, Vertrauen war offensichtlich etwas, was du nur sehr schwer konntest aber du hattest ein sehr feines Gespür für Emotionen. Und du warst immer selbstbestimmt und frei, mit eigenem Kopf. Auch wenn das etwas ist, was man ja allgemein allen Katzen zuschreibt, du warst nie eine gewöhnliche Katze.
Auch wenn du Anfangs sehr zurückgezogen und vorsichtig warst, du hast Menschen immer mit deiner Art berührt. Menschen, die eigentlich nichts mit Katzen anfangen können, saßen auf einmal mit dir auf der Couch und haben dich intensiv gekrault und gestreichelt. Aber gehen wir nochmal einen Schritt zurück.
Anfangs warst du mir gegenüber auch sehr verhalten, ich war ja aber auch neu in deinem Leben. Und Veränderung ist für dich (wie für die meisten Menschen auch) anstregend und nicht schön. Mit der Zeit hast du mir immer mehr vertraut und dir mich immer weiter geöffnet. Ich durfte dich anfassen und streicheln, du bist nicht weggelaufen wenn ich da war. Im Laufe der Zeit hast du mir so sehr vertraut, dass du dich bei mir fallen lassen konntest, ohne Angst zu haben. Ich denke, der Anfang von meinem (damals noch tageweisem) Home-Office hat da auch eine MENGE geholfen, ich war einfach mehr da.
Nach dem Umzug von der Wohnung in unser Haus bist du, auch wenn du damals schon eine alte Katze warst, nochmal richtig aufgeblüht. Auch wenn wir dich anfangs einmal eine Nacht draußen schlafen lassen mussten (ausreißen um 4 uhr morgens war nicht cool!) und uns am nächsten Tag Sorgen gemacht haben, weil du einfach nicht wieder kamst, warst du Abends dann ganz aufgeregt als du wieder kamst. Du hast uns damals (mit Mira zusammen) Mäuse gebracht, Frösche und auch Libellen - dabei haben wir doch immer gesagt, dass Tiere Freunde und kein Spielzeug sind. Aber du warst so lebendig, du hast die neue Freiheit sehr genoßen.
Die Corona-Pandemie war für dich ein Segen, denn auf einmal waren Gudi und ich beide eigentlich immer zuhause. Als Mira dann gehen musste, hast du dich in den letzten Tagen noch aufopferungsvoll gekümmert - du hast gemerkt, was los war und warst bei ihr. Und dann warst du alleine, ohne weiteres Katzenwesen. Anfangs immer noch unsicher, aber mit der Zeit immer selbstbewusster (Das Schlafzimmer war dir aber nie ganz geheuer, du hast immer den Blick zur Tür gehabt und darauf gewartet, dass Mira dich rauswirft). Mit den vielen Kindern, die in unser Leben kamen, hast du nochmal neue Erfahrungen gemacht, auch hier immer sehr vorsichtig. Dein Vertrauen zu uns wurde immer größer, ich habe es im Laufe der Zeit sogar hinbekommen, dass man dich hochheben kann, ohne dass du absolute Panik bekamst (Mega super fandest du es aber nie wirklich). Der Zahn der Zeit hat vor dir leider auch nicht halt gemacht, irgendwann wurdest du taub und hast damit aber nochmal ein ganz neues Level an Entspanntheit kennengerlent. Schreiende Kinder konnten dir nichts mehr anhaben, die Türklingel war kein Grund zur Flucht. Und du hast angefangen zu schreien, immer wenn du dich alleine gefühlt hast, laut und flehend. Trotzdem hast du dich immer noch wie eine Jungkatze verhalten, wir haben immer gesagt, dass du wahrscheinlich Demenz hast und damit vergessen hast, dass du eigentlich schon eine Oma bist...
Wenn wir am Tisch gegessen haben warst du immer mit dabei, du musstest ja schließlich schauen, ob nicht vielleicht eine Kartoffel oder ein Stück Hähnchen für dich abfällt. Oder etwas Linsensuppe. Ja, da warst du schon immer eigenwillig. Im Alter bekamst du dann auch Probleme mit den Nieren und vortan Medikamente, die du Dank "Schleckies" Leckerlies aber ohne Probleme gefressen hast. Damit war dann auch ein neues "Ritual" da, morgens und Abends hast du deine Leckerlies auch aktiv eingefordert, absolut verdient.
Die letzten Jahre konntest du noch voll genießen, die Schmusestunden Abends auf dem Sofa hast du genauso geliebt wie wir. Auch in meinem Arbeitszimmer warst du gerne, hast hier zusammengekringelt gelegen, deinen Schönheitsschlaf genossen und mir immer wieder gezeigt, wie sehr du mich liebst.
Und dann... wurdest du richtig alt. Seit deinem 20. Geburtstag (was für ein Alter für eine Katze!) haben wir gemerkt, dass dir alles schwerer fällt. Du hast uns weniger verziehen, wenn wir nicht da waren, hast den ganzen Keller zu deinem Katzenklo gemacht und wir haben entschieden, dass wir nicht mehr zusammen in den Urlaub fahren weil wir dich nicht so lange alleine lassen wollen - die richtige Entscheidung. Klar wurde es auch anstrenger mit dir, aber aus Liebe haben wir das alles gerne mitgemacht. Wir konnten uns lange drauf vorbereiten, dass du irgendwann nicht mehr bei uns sein würdest aber wie oft haben wir diese Gedanken verdrängt, wer will schon drüber nachdenken, dass ein geliebtes Wesen irgenwann gehen muss? Ich habe versucht jede Minute mit dir zu genießen, deine Marotten und Eigenheiten zu feiern und mir die Nase von dir wundlecken zu lassen und das alles ganz fest in meinem Kopf abzuspeichern. Ach was habe ich dein Putzen bei mir geliebt... Am besten noch wenn du mit deiner Pfote meinen Finger ganz vorsichtig festgehalten hast...
Dieses Jahr dann warst du immer wieder krank und wir haben dich gepflegt, dir gezeigt, dass wir für dich da sind, dass wir dir helfen wo wir nur können. Aber am Ende ging es nicht mehr. Einen Aufschub haben wir nochmal bekommen, deine Zähne haben dich sehr geärgert und Essen und trinken waren schwer. Leider konnten wir dir da nicht helfen. Nachdem du über das Wochenende immer schlechter gegessen hast und nicht mehr wirklich trinken wolltest, wussten wir, auf welchen Weg wir gehen. Gestern hast du noch 5 Leckerlies gegessen, dann Abend der Gang zum Tierarzt. Wir wollten nicht, dass du leiden musst, das hast du nicht verdient. Du gutes, liebes Herzenswesen. Gegen 18:00 bist du friedlich auf Mamas Arm eingeschlafen.
Wir wissen, dass es dir jetzt besser geht, dass du keine Schmerzen mehr hast. Wir wünschen dir, dass du mit deinem Bruder und Mira spielen kannst, wie eine Junge Katze über die Wiesen hüpfst, ein weiches Bett zum zusammenkringeln findest und dich vom Opa Klaus mit Leckerlies verwöhnen lässt. Pass auf alle auf bis wir uns wiedersehen.
Ich kann dir gar nicht sagen, wie sehr ich dich liebe kleine June.
Auch wenn ich mich lange auf den Tag vorbereiten konnte, so richtig verstehen kann ich das alles nicht. Du bist und warst einzigartig, ein ganz ganz besonderes Katzenwesen. Die Leere, die du hier hinterlässt, lässt sich nicht füllen und ich werde das alles erst in Tagen, Wochen, vielleicht Monaten so richtig verstehen. Deine Lieblingsdecke, die unten auf dem Sofa liegt, riecht noch nach dir. Du bist weg und doch wirst du immer da sein.
Ich bin so dankbar, dass ich dich kennen und liebenlernen durfte und noch so viele Jahre mit dir hatte. Du wirst immer in meinem Herzen sein.
In Liebe
Sebastian
June - 2005 -2026
Das ist mein kleiner Platz im weltweiten Netz. Viel Spaß beim stöbern.
05 — 05
Zuhause
Pulheim bei Köln
Im Regal
Mixe, Fotografien, Notizen, Andenken.
Ich sammle Dinge, an denen Erinnerungen hängen.
Das sind Platten und Mixe, die ich mir aufhebe. Fotografien, die meistens nebenbei entstehen — auf dem Weg irgendwohin, selten geplant. Und die kleinen Aufkleber, die einem am Einlass auf die Handykamera geklebt werden, damit der Abend im Raum bleibt und nicht im Telefon.
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